Bands - Mute Nation
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Mute Nation Bandvorstellung
Quick & Dirty
In Zeiten, in denen Bands ausziehen um die Welt zu retten, ist es einfach nur angenehm, auf fünf Jungs zu treffen, die schlichtweg Spaß an ihrer Musik haben und von großen Festivals schwärmen. Anstatt ihre Energie in ausgetüfftelte Stagesets und krankhaft originelle Identitäten zu verschwenden, stehen bei Mute Nation fünf Originale auf der Bühne, die alles daran setzen, ihren Texten und Gedanken über Erlebtes und Gefühltes genau die musikalische Ausdruckskraft zu verleihen, die ihnen zusteht. Mute Nation trumpfen mit aufrichtigen Energieausbrüchen, lassen jede aufgesetzte Bühnenshow blass und lächerlich erscheinen. Musik, die den Spagat von Härte und Melodie meistert, ohne dabei die Weichteile unter der Gürtellinie zu verletzen.
Rückblick
Vom Suchen und Finden.
Man nehme einen Sänger und einen Gitarristen, statte sie mit Gitarre, Keyboard, Mikro und elektronischem Drumset aus und lasse sie musikähnliche Frequenzen in einen Laptop einspielen. Das Ergebnis packt man in einen staubigen Koffer, schreibt „Nato und Jakob, Winter 2003“ drauf und versteckt es im hintersten Winkel einer heruntergekommen Abstellkammer.
Ein bisschen besser läuft es dank dem erfolgreichen Einzug in einen berühmt-berüchtigten Chemnitzer Proberaum auf dem Kassberg, dem Aufgreifen erfolgreicher Titel aus den Charts und ab 2004 auch personeller Verstärkung. Nach und nach stoßen Jojo als Drummer, Nicole als Bassistin und Mario als zweiter Gitarrist hinzu. Die turbulente Anfangsphase, in der zwischenmenschliche Beziehungen nicht selten der Ausschlag für Reibereien sind, beruhigt sich erst Anfang 2005 mit Nicoles Ausstieg. Sperling, ein oft gesehener Gast im Proberaum, übernimmt ihren Posten – gerade rechtzeitig für den ersten Auftritt von Mute Nation im April 2005.
Pubertät.
Wie gewonnen, so zerronnen: im August 2005 bezieht die Band einen neuen Proberaum, der ihnen ungestörteres und gänzlich unabhängiges Proben erlaubt. Gleichzeitig scheidet Mario aus persönlichen Gründen aus der Band aus. Erst ein Jahr später wird Dominik die entstandene Lücke schließen können. Seine Arrangements bereichern die Musik um das, was sie heute noch auszeichnet: Melodik und Härte.
Doch auch diese Wege trennen sich nach kurzer Zeit wieder. In die Bresche springt diesmal jener Fabian, der auch noch jetzt seine sechs Saiten in den Dienst von Mute Nation stellt.
Der nächste Schicksalsschlag lässt indessen nicht lange auf sich warten. Jojo beginnt im Norden Deutschlands eine Ausbildung. Die Konsequenz: Mute Nation sagen die anstehenden Auftritte ab und legen alles daran, die mittlerweile begonnenen Aufnahmen mit ihm zu Ende zu bringen und parallel dazu einen neuen Drummer zu finden und einzuspielen.
Ende 2007 übernimmt Pille den Hocker hinter dem Schlagwerk.
Was lange währt.
2008 erntet Mute Nation die Früchte des jahrelangen Durchhaltevermögens. Im März ein gemeinsamer Auftritt mit der brasilianischen Trashmetalband Drowned, dann das Release der ersten, selbst aufgenommenen und produzierten CD Cardiac Defect und der fast zeitgleiche Publikumssieg beim AJZ Rock'n'Roll Highschool Bandcontest im April. Dazu der Support der englischen Kultband 2 Sick Monkeys und zahlreiche Auftritte im regionalen Umland. Der Lohn: eine gehörige Portion Selbstvertrauen und eine Fanbase, um deren Treue und Begeisterung sie von vielen Seiten bewundert werden.
So schaffen sie es auch, die Aufmerksamkeit von Pablizity auf sich zu ziehen. Man kennt sich bereits von einer ganzen Reihe Bazz-Networx-Veranstaltungen. In einem Gespräch im Mai 2009 stellt sich dann heraus, dass die Ziele der Band und die Möglichkeiten des Labels gut zueinander passen. Der Rest: reine Formsache.
Vollgas und Boxenstopp
2009 und dann 2010 gleich nochmal schaffen es Mute Nation, beim regionalen Rock im Betonwerk Festival auf der Bühne zu stehen. Im Lineup stehen Namen wie J.B.O. und Stahlzeit (2009), sowie Die Apokalyptischen Reiter, Tanzwut, Eluveitie und eine Menge anderer Bands, neben denen zu spielen eine große Ehre ist.
Die Resonanzen sind durch die Bank weg positiv und machen die Band weiter über die Stadtgrenzen hinweg bekannt. Doch es wird auch deutlich, dass mal wieder was zum Mit-nach-Hause-nehmen gebraucht wird und ein paar neue Songs das alte Material ablösen müssen. Balzhass und This Moment in her Eyes sind dabei nur Indizien für das gestiegene Niveau der Band, was nun auch endlich konsequent auf allen Ebenen rübergebracht werden soll. Und somit entschließen sich Mute Nation im Spätsommer 2010 erstmal für eine längere Pause, die gleich drei Zwecken dient. Zum Ersten sollen wieder mal ein paar Aufnahmen gemacht werden. Zum Zweiten muss dem Abschied von Jacob und Pille ins Auge gesehen werden, welche teils in eine andere Stadt umziehen und teils Lust auf eine neue musikalische Marschroute haben. Und zum Dritten soll diese bandtechnische Umbauphase gleich dazu verwendet werden, um die musikalischen Entwicklungen der letzten Monate in neue Songs zu verpacken. Eine Rückkehr auf die Bühne ist für Sommer 2011 geplant.



